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Der SC Freiburg muss im ersten Spiel der Ligaphase in der Conference League ohne Derry Scherhant antreten. Der Linksaußen ist nach Vereinsangaben angeschlagen und fällt für das Duell mit dem FK Jablonec aus. Update: Nach dem Conference-League-Spiel äußerte sich SCF-Coach Julian Schuster auf Nachfrage bei RTL zu Derry Scherhant und Niklas Beste.: "Wir hoffen, dass sie am Wochenende dabei sein können. Unsere Physiotherapeuten arbeiten intensiv daran."

Der SC Freiburg zeigt sich in der Conference League souverän und besiegt den tschechischen Gegner FK Jablonec mit 3:2. Ein paar passive Momente konnten den Breisgauern den Erfolg nicht nehmen. Erste Halbzeit: Freiburg dominant, aber einmal zu passiv Freiburg war von Beginn an überlegen. Iriés Schlenzer touchierte die Latte (7.), kurz darauf köpfte Kübler nach einer Flanke von Irié ebenfalls an den Querbalken (12.). Die Führung erzielte Grifo per Freistoß aus rund 18 Metern, den Tekijaski mit einem Foul an Rosenfelder verursacht hatte. Der Italiener traf mit rechts ins obere Eck (15.). Kübler hätte nach einer Flanke von links auf 2:0 erhöhen können, köpfte aus kurzer Distanz aber vorbei (27.). Im Gegenzug glich Jablonec aus. Slama flankte von links, Rusek schoss direkt, und Ginter fälschte den Ball so ab, dass Backhaus keine Chance hatte (28.). Danach drängte Freiburg weiter auf die Führung, unter anderem durch Grifo (36.), Irié (37.) und Höler per Kopf (38.). Zur Pause liegt Freiburg bei Ballbesitz (59:41 Prozent), Torschüssen (13:1) und Expected Goals (1,33:0,22) klar vorn. Fünf Schüsse gingen aufs Tor, zwei ans Aluminium, vier wurden geblockt. Zwei Großchancen blieben ungenutzt. Im gegnerischen Strafraum kamen die Gastgeber 27-mal an den Ball, Jablonec nur viermal. Zweite Halbzeit Nach dem Wiederanpfiff kam Jablonec zur ersten Gelegenheit: Alioum stand allein vor Backhaus, war aber im Abseits (46.). Danach fing sich Freiburg, und Hanus verhinderte gegen einen Distanzschuss von Eggestein das 2:1 (53.). Aus der anschließenden Ecke fiel der Treffer: Pavlovic bekam den Ball an den Oberschenkel, von dort ging er ins eigene Tor. Der VAR prüfte ein mögliches Foulspiel, Schiedsrichter Malcevs gab den Treffer (56.). Zehn Minuten später baute Freiburg die Führung aus. Grifos Schuss wurde geblockt, Kübler legte ab, und Eggestein traf aus der zweiten Reihe ins linke Eck (65.). Jablonec kam danach etwas besser ins Spiel: Sedlacek schoss aus rund 20 Metern drüber (70.), Nebyla scheiterte nach einer Freistoßvariante an Makengo (73.). Hanus musste noch einmal hellwach sein, als er gegen Makengos Abschluss aus linker Position parierte (80.). In der Nachspielzeit wurde es noch einmal spannend: Kuol, der nach einer Stunde für Alioum gekommen war, verkürzte auf 3:2 (90.+3). Die Zahlen: Am Ende steht Freiburg bei 23 Torschüssen gegen elf (9:2 aufs Tor) und 1,85 zu 1,18 Expected Goals. Die Gastgeber hatten 61 Prozent Ballbesitz und kamen 41-mal im gegnerischen Strafraum an den Ball, Jablonec 15-mal. Beide Teams hatten zwei Großchancen, Freiburg ließ beide liegen, Jablonec nutzte beide. Hanus hielt acht Schüsse. Tore: 1:0 Vincenzo Grifo (15./direkter Freistoß) 1:1 Antonin Rusek (29./Slama) 2:1 Dušan Pavlović (56./ET) - nach VAR-Überprüfung gegeben 3:1 Maximilian Eggestein (65./Kübler) 3:2 Garang Kuol (90+3/Chramosta) Startelf: Backhaus – Kübler (87., Treu), Ginter, Rosenfelder (71., Lienhart), Günter (59., Makengo) – Eggestein, Osterhage – Irié (71., Goto), Yuito, Grifo – Höler (59., Matanović)

Die Negativserie in Sinsheim geht weiter: Die TSG Hoffenheim unterliegt auch in der Europa League und verliert mit 2:3 gegen Beşiktaş Istanbul. Erste Halbzeit: Wenig Spielkontrolle auf beiden Seiten Hoffenheim hätte früh führen können. Nach einer Freistoßflanke von Burger kam der Ball über Kramaric und Bernardo zu Machida, dessen Kopfball am rechten Pfosten landete (3.). Kurz darauf köpfte Bernardo nach einer Ecke vorbei. Beşiktaş spielte häufig direkt in die Tiefe, nach einer Viertelstunde wurde die Partie aber zäh. Hlozek setzte einen schnellen Abschluss nur ans Außennetz, nachdem Nübel unnötig aus seinem Tor gekommen war (20.). Auf der anderen Seite wurde es gefährlich, als ein zu kurzer Rückpass von Kabak bei Kökcü landete und Bernardo ihn gerade noch stoppte (25.). Asllani sah Gelb, Kökcü spielte nach einer Behandlung am Sprunggelenk weiter. Vor der Pause dribbelte Trossard zweimal über links in den Strafraum, beide Male blockte die TSG-Abwehr. Zur Pause liegen beide Teams bei Ballbesitz (52:48 Prozent), Torschüssen (6:7) und Expected Goals (0,54:0,49) nah beieinander. Hoffenheim hatte aber die beiden einzigen Großchancen. Beşiktaş kam zwar 19-mal im Hoffenheimer Strafraum an den Ball, fünf der sieben Schüsse wurden aber geblockt und keiner ging aufs Tor. Baumann musste noch nicht eingreifen. Zweite Halbzeit: Die Türken kommen in Fahrt Für Kökcü kam zur zweiten Hälfte Miretti. Beşiktaş startete deutlich aktiver und kam nach Hoffenheimer Ballverlusten zu Chancen: Fakili schoss knapp am langen Eck vorbei (56.), Trossard am langen Pfosten (57.). In der 60. Minute fiel die Führung für die Gäste. Nach einer kurz ausgeführten Ecke ließ die TSG Trossard ohne Druck flach in die Mitte spielen. Über Ndidis Hackentrick und Oh kam der Ball zu Murillo, der aus kurzer Distanz zum 0:1 traf. Hoffenheim glich durch eine Einzelaktion aus. Asllani bekam von Lemperle den Ball, zog selbst in den Strafraum und schoss aus 14 Metern flach links unten ins Tor (68.). Lange hielt der Ausgleich aber nicht. Nach einem Einwurf am Beşiktaş-Strafraum stand die TSG zu offen, Olaitan schickte Oh, und der traf flach ins kurze Eck zum 1:2 (72.). Kurz darauf hatte De Cat die Chance zum erneuten Ausgleich, sein Schuss aus dem Rückraum wurde aber über das Tor abgefälscht (77.). Im Gegenzug fiel die Vorentscheidung: Wieder verlor Hoffenheim den Ball, Fakili legte quer und Oh schob zum 1:3 ein (79.). Weil er beim Jubeln das Trikot auszog, sah er Gelb. Machida verkürzte nach einer Coufal-Ecke per Kopf noch auf 2:3 (88.). Für den Ausgleich reichte es in der Schlussphase aber nicht mehr. Die Zahlen: Hoffenheim hatte zwar 53 Prozent Ballbesitz, aber Beşiktaş hatte die klar besseren Chancen. Die Gäste kamen auf 19 Torschüsse und einen xG-Wert von 3,37, Hoffenheim auf 12 Schüsse und 1,02. Fast alles davon entstand nach der Pause: In der zweiten Hälfte erspielte sich Beşiktaş rund 2,9 xG, die TSG knapp 0,5. Drei der fünf Beşiktaş-Großchancen waren Tore, Hoffenheim hatte nach der Pause keine einzige Großchance mehr. Tore: 0:1 Michael Amir Murillo (60./Oh) 1:1 Fisnik Asllani (68./Lemperle) 1:2 Hyeon-Gyu Oh (72./Olaitan) 1:3 Hyeon-Gyu Oh (79./Fakili) 2:3 Koki Machida (88./Coufal) Aufstellung : Baumann – Coufal, Ozan Kabak (85., Hranáč), Machida, Bernardo – Avdullahu, Burger (71., De Cat) – Kramarić (71., Conté) , Daghim (59., Prass) – Hložek (59., Lemperle), Asllani

Etwas überraschend hat Adil Aouchiche am vergangenen Bundesliga-Spieltag zum ersten Mal in dieser Saison in der Startelf des FC Schalke 04 gefehlt und auch recht wenig Spielzeit bekommen. Die Begründung war jedoch relativ simpel und einleuchtend. Fürs kommende Wochenende stellt sich die Situation des Algeriers wieder anders dar. Aouchiche war vor dem 1:2 gegen Freiburg schlichtweg zu spät zurück von der Nationalmannschaft, und das nach einer „anstrengenden Länderspielperiode“. Mangels ausreichender Trainingszeit setzte Schalke-Trainer Miron Muslić auf frischere Kräfte und brachte den 24-Jährigen erst in der Schlussphase. Jetzt habe er aber eine „saubere Woche“ gehabt, konstatierte Schalkes Trainer. „Er ist frisch, motiviert und wir sind guter Dinge, dass er wieder besser performen kann“ – vermutlich wieder von Beginn an.

Manuel Baum ist kein Trainer, der sich in Zeiten, in denen es läuft, vor Änderungen in seinem Team scheut. Diesbezüglich fährt der Chefcoach des FC Augsburg eine glaubwürdige Linie. So stellt er trotz des erfolgreichen Spiels gegen Meister FC Bayern München (2:2) nun wieder Startelfanpassungen in Aussicht. „Wir müssen gerade ein bisschen puzzeln, wer startet und wer die Gamechanger sind, die reinkommen“, hielt Baum auf der Spieltagspressekonferenz am Donnerstag fest. „Es ist gerade schwierig, weil wir viele gute Spieler haben. Anton Kade ist wieder dabei. Fellhauer, Mert Kömür, Arijon Ibrahimović hat es gegen Bayern gut gemacht“, zählte er beispielhaft mit Blick aufs offensive Mittelfeld auf. Robin Fellhauer ist zudem neben Marius Wolf und Youngwoo Seol immer eine Überlegung für die rechte Schienenposition, auch wenn er dort in dieser Saison bisher nicht gestartet ist. Der kommende Gegner, die SV 07 Elversberg, erfordert im Vergleich zu den Münchenern eine andere Herangehensweise. „Elversberg ist sehr zielstrebig und spielt Bälle mehr in den Raum als in den Fuß“, während die Bayern in der Regel den Ball lieber in den Fuß haben wollen. Es gilt, dafür die beste Zusammenstellung zu finden. „Es kann schon sein, dass wir sogar auf ein paar Positionen tauschen werden, weil andere Sachen gefragt sind“, kündigte Baum an. Potenzielle Startelfrückkehrer stehen bereit Eine Änderung wäre beispielsweise eine Startelfrückkehr von Anton Kade, der vor seiner Verletzungspause in starker Verfassung und für den Moment unangefochten war. Seine Nominierung wäre ähnlich wenig überraschend wie die des nach Krankheit wieder genesenen Wolf. Und auch ein Startelfcomeback von Michael Gregoritsch würde nicht verwundern: Gerade seine Kopfballstärke könnte ein Argument für die in diesem Bereich verwundbaren Elversberger sein. Überraschender wäre da schon eine Versetzung von Fellhauer auf die Schiene, um auf der rechten Seite die eigenen Probleme besser in den Griff zu kriegen. Schließlich hat der 28-Jährige bis dato weiter vorne aus der offensiven Halbposition heraus zu überzeugen gewusst. „Mit Felle hätten wir noch einen dritten“, bestätigte Baum jedenfalls, dass Fellhauer neben Wolf und Seol grundsätzlich auch für die Schienenposition infrage kommt. Augsburgs Trainer wird mutmaßlich zumindest mal die Szenarien durchspielen.

Juri Knorr bricht nach einem Tritt in die Weichteile zusammen. Wenige Sekunden später steht er wieder und legt ein Tor auf.

Das Transfer-Chaos um Johannes Golla geht weiter: Seine Kündigung besteht nicht mehr. Die Verhandlungen laufen jedoch weiterhin.

Der THW Kiel verliert den Sieg im Nordderby in letzter Sekunde. Torwart Andreas Wolff wählt nach dem Spiel deutliche Worte – für die er nun wohl Konsequenzen zu tragen hat.

MT Melsungen kassiert beim HBC Nantes eine klare Niederlage. Das nächste Spiel wird damit zur Vorentscheidung ums Weiterkommen.

Der russische Angriffskrieg zehrt an den Kräften des ukrainischen Handballs. Die finanziellen Probleme werden größer, die Zukunft scheint ungewiss. Ein Funktionär fühlt sich "wie ein Bettler".