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Ein bitteres Ende einer eigentlich starken europäischen Reise: Der 1. FSV Mainz 05 ist im Viertelfinale der Conference League ausgeschieden. Nach dem souveränen 2:0-Sieg im Hinspiel erlebten die Rheinhessen beim RC Straßburg ein Debakel und gingen mit 0:4 (0:2) unter. Eine löchrige Defensive und fehlende Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor kosten die Mannschaft von Urs Fischer das Halbfinale. Die Nullfünfer fanden im Stade de la Meinau zu keinem Zeitpunkt zu ihrer defensiven Stabilität. Straßburg drückte von der ersten Sekunde an und belohnte sich in der 26. Minute: Chilwell bediente Nanasi, der am ersten Pfosten eiskalt zum 1:0 vollendete. Mainz wirkte geschockt und leistete sich haarsträubende Fehler. Nur neun Minuten später segelte eine Flanke von Enciso in den Strafraum, wo Ouattara völlig unbedrängt zum 2:0 einköpfte (35.). Damit war der Hinspiel-Vorsprung bereits vor der Pause egalisiert. Batz-Heldentat reicht nicht als Wachmacher Zur zweiten Halbzeit brachte Fischer Amiri, um dem Spiel mehr Struktur zu verleihen. Tatsächlich stabilisierte sich Mainz kurzzeitig, doch in der 65. Minute schien die Vorentscheidung gefallen: Kohr verursachte einen Foulelfmeter. Keeper Batz parierte den unplatzierten Schuss jedoch glänzend und hielt die Hoffnung auf die Verlängerung am Leben. Doch die Mainzer Defensive blieb ein Trümmerhaufen. In der 70. Minute vernaschte Godo Posch auf dem Flügel und bediente Enciso, der zum 3:0 einschob. Mainz brauchte nun zwingend einen Treffer, um sich in die Verlängerung zu retten, doch stattdessen folgte das endgültige Debakel: Emegha durfte in der 74. Minute nach einer Flanke am zweiten Pfosten zum 4:0-Endstand einköpfen. In der Schlussviertelstunde kam von den Mainzern kaum Gegenwehr mehr. Während Straßburg die Partie sicher nach Hause spielte, verteidigten die Gäste deutlich zu offen. Der FSV kam über die gesamte Spielzeit zu keiner einzigen echten Großchance und scheidet so aus dem Wettbewerb aus. Tore: 1:0 Sebastian Nanasi (26., Ben Chilwell) 2:0 Abdoul Ouattara (35., Julio Enciso) 3:0 Julio Enciso (70., Martial Godo) 4:0 Emmanuel Emegha (74., Julio Enciso) Besondere Vorkommnisse: Daniel Batz hält einen von Dominik Kohr per Foulspiel verursachten Strafstoß (66.)

Vor dem Conference-League-Rückspiel des 1. FSV Mainz 05 gegen den RC Straßburg äußerte sich Mainz-Trainer Urs Fischer am RTL-Mikrofon zur Einsatzfähigkeit von Mittelfeldmotor Nadiem Amiri. „Er hat für 45 Minuten die Power. Schauen wir mal, wie sich das Spiel entwickelt“, so Fischer. Beim Stand von 0:2 aus Sicht der Mainzer brachte der Coach Amiri bereits zur Halbzeit in die Partie. Für ihn musste Nelson Weiper weichen. Der 29-Jährige gab bereits am Wochenende gegen den SC Freiburg in der 62. Spielminute sein Comeback und war somit ein heißer Anwärter auf eine Jokerrolle. Auf Amiris gewohnter Position starteten zunächst Sota Kawasaki und Paul Nebel.

Der SC Freiburg schreibt sein europäisches Märchen fort. Nach dem 3:0-Hinspielsieg ließen die Breisgauer auch im Rückspiel bei RC Celta de Vigo nichts anbrennen und siegten souverän mit 3:1 (2:0). Mit einem Gesamtergebnis von 6:1 spaziert die Mannschaft von Julian Schuster ins Halbfinale der Europa League. Celta Vigo startete zwar bemüht, doch die Freiburger Coolness zog den Gastgebern früh den Zahn. In der 33. Minute folgte der erste Paukenschlag: Nach einer Kopfballablage von Makengo nahm Matanović den Ball aus 18 Metern direkt aus der Luft und nagelte ihn unhaltbar in den linken Winkel. Nachdem der VAR eine vermeintliche Abseitsposition korrigierte, durfte der SC jubeln. Freiburg blieb hungrig und legte noch vor der Pause nach. Ein perfekt vorgetragener Angriff über die linke Seite landete bei Suzuki, der aus kurzer Distanz zum 2:0 vollendete (39.). Damit war die Gegenwehr der Spanier bereits zur Halbzeit faktisch gebrochen. Machtdemonstration nach dem Seitenwechsel Vigo-Coach Claudio Giráldez versuchte mit einem Vierfachwechsel zur Pause ein Zeichen zu setzen, doch der SC machte munter weiter. In der 50. Minute krönte Suzuki seine herausragende Leistung mit dem Doppelpack: Nach einer unübersichtlichen Szene im Strafraum behielt Grifo die Übersicht und legte quer für den Japaner, der flach zum 3:0 einschob. Freiburg kontrollierte Ball und Gegner nach Belieben, während Vigo kaum Mittel fand, um die kompakt stehende Defensive um den bärenstarken Treu zu überwinden. In der Schlussphase kam Celta zwar noch zum 1:3-Ehrentreffer, doch der Halbfinaleinzug geriet zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr. Somit steht der SC Freiburg erstmals im Halbfinale der Europa League und trifft dort auf den SC Braga aus Portugal. Tore: 0:1 Igor Matanović (33., Jordy Makengo) 0:2 Yuito Suzuki (39., Jan-Niklas Beste) 0:3 Yuito Suzuki (50., Vincenzo Grifo) 1:3 Williot Swedberg (90.+1)

Der SC Freiburg musste Philipp Lienhart im Europa-League-Rückspiel gegen den RC Celta de Vigo gezwungenermaßen vom Platz nehmen. Der Österreicher klagte über Krämpfe und war kurz zuvor zu Boden gegangen, um seinen Oberschenkel dehnen zu lassen. In der 71. Spielminute brachte Trainer Julian Schuster Bruno Ogbus für Lienhart ins Spiel.

Mit Andreas Hanche-Olsen lichtet sich das Defensiv-Lazarett des 1. FSV Mainz 05 weiter. Der Innenverteidiger steht nach überstandener Muskelverletzung erstmals in diesem Kalenderjahr im Kader der Nullfünfer für das Conference-League-Rückspiel gegen den RC Straßburg. Der 29-Jährige hatte sich vor Beginn des zweiten Saisonabschnitts im Training verletzt und sein bisher letztes Spiel am 15. Bundesliga-Spieltag absolviert. Nun ist er aber wieder einsatzbereit.

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